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Johanniskraut (Samen)

Artikelnummer: HY16s
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Echtes Johanniskraut - Hypericum perforatum

Die gelbe Mittsommerblume ist ein Symbol für Heilkraft. Aus den Blüten wird das Johanniskrautöl gewonnen. Johanniskraut ist eine pflegeleichte Staude, die anspruchslos und leicht zu kultivieren ist.
Johanniskraut Samenstände

Johanniskrautöl selber herstellen

Zum Mittsommer werden die Blüten des Johanniskrautöls an einem trockenen Tag geerntet. Man verwendet die Blüten und die oberen Treibspitzen. Diese werden nun in ein sauberes Schraubglas gesteckt und bis oben hin befüllt. Das Pflanzenmaterial sollte locker im Glas liegen und nicht gepresst werden. Nun füllt man das Glas mit kalt gepresstem Sonnenblumenöl (es geht auch Rapsöl oder Olivenöl) bis zum Rand auf. Deckel drauf und verschließen. Nun für 14 Tage an ein Südfenster in die Sonne stellen. Das Öl färbt sich nach ein paar Tagen rot. In regnerischen Sommern mit wenig Sonne muss das Öl länger reifen. Es sollte eine tiefrote Farbe haben.

Zum Abgießen gilt es zu beachten, das das Öl von allen Pflanzenteilen und Wasser befreit werden solle. Wasser tritt aus den Pflanzenteilen während der Reifephase aus. Dies setzt sich am Boden des Gefäßes ab, da Öl leichter als Wasser ist. Das Absieben geht gut in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird das Öl vom Pflanzenmaterial befreit. Nun sollte man das aufgefangene Öl ein paar Stunden oder einen Tag stehen lassen, damit sich das Öl vom Wasser trennt. Unten setzen sich Wasserbläschen ab. Bleiben diese im Öl, leidet sie Haltbarkeit und Qualität. Stellt man nun langsam das Glas schräg und lässt das Öl ablaufen, verbleiben die Wasserbläschen im Glas.

Nun hat man sein eigenes Johanniskrautöl hergestellt. Es ist ein Jahr lang haltbar. Bei aller Heilkraut des Öls hat es auch Nebenwirkungen. Der rote Farbstoff ist Hypericin. Es macht die Haut lichtempfindlich. Man sollte also die Sonne meiden. Außerdem bestehen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Es sollte hier ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Inhaltsstoffe

Wie bereits erwähnt ist der rote Farbstoff Hyericin. Reibt man die Blüten zwischen den Fingern, tritt Hypericin aus und die Finger färben sich rot. Weiterhin sind Flavonoide in der Pflanze enthalten. Zusammen ergeben sie eine antibiotische Kombination. Es kann bei Mückenstichen, Verbrennungen, kleinen Wunden und Sonnenbrand verwendet werden.

Im Garten

Johanniskraut ist eine Wildpflanze, die in der Natur auf trockenen Wiesen vorkommt. Im Garten möchte sie einen vollsonnigen Platz in magerem Boden haben. Sät man sie in einem Beet aus, sollte dies nur mäßig gedüngt sein. Sie erträgt Perioden der Trockenheit. Die winterfeste Staude samt sich selbst aus. Sie erreicht eine Höhe von 60-100 cm. Ihre Wurzeln reichen bis zu 50 cm tief. So holt sie sich in Trockenzeiten das nötige Wasser. In der Natur kommt Johanniskraut gruppenweise vor. Auch im Garten ist die Wirkung zur Blütezeit überwältigend, wenn es zu mehreren Pflanzen in einer Gruppe steht. Gleichzeitig blühen Wegwarte und Stockrose, die ähnliche Standortansprüche haben.

Johanniskraut Blüte

Aussaat und Pflege

Der Samen ist sehr fein. Sät man direkt ins Freiland, besteht die Gefahr des Verwehens. Besser ist eine Aussaat ab April in Töpfe. Die Erde mäßig feucht halten. Die Keimung dauert etwa 10 Tage bei Temperaturen um 18°C. Die Keimung ist unregelmäßig.

Eine Portion enthält etwa 100 Samen.

Kundenfragen

Frage:

Was bewirkt Johanniskraut?

Antwort:
Johanniskraut wirkt antibakteriell. Es hilft bei kleineren Verletzungen, Sonnenbrand und Mückenstichen. Es macht aber auch lichtempfindlich. Man sollte also die Sonne während der Behandlung meiden.


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